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Aktuelles

Beweidungsprojekt Brucker Moos

Landwirt zur großflächigen extensiven Beweidung für folgendes Projekt gesucht!

Projektbeschreibung:

Das Projektgebiet im Brucker Moos ist ein größtenteils stark entwässertes und landwirtschaftlich genutztes Moorgebiet im Süden des Landkreises Ebersberg.

Obwohl sich ein Großteil der Flächen in öffentlicher Hand befindet und als Grünland extensiv bewirtschaftet wird, wurde der gewünschte Artenreichtum bisher in großen Teilbereichen leider nicht erreicht. Darum plant die untere Naturschutzbehörde (uNB) am Landratsamt Ebersberg zusammen mit dem Landschaftspflegeverband Ebersberg (LPV) eine großflächige, extensive und naturverträgliche Beweidung von landkreiseigenen Grundstücken, Ausgleichs- und Ökokontoflächen der Gemeinden im Brucker Moos.

Hierfür sind uNB und LPV auf der Suche nach Landwirten, die dieses extensive Beweidungsprojekt in enger Zusammenarbeit mit uNB und LPV umsetzen.

Der Beginn der Beweidung ist für 2023 auf zunächst ca. 22 ha geplant. Es ist vorgesehen, die Beweidungsfläche 2024 auf ca. 34 ha und 2025 auf die gesamte Projektfläche von ca. 54 ha zu erweitern.

Ihre Aufgaben:

  • Aufbau einer für die Flächen geeigneten Herde (GV wird von der uNB vorgegeben)
  • Betreuung der Weidetiere
  • Kontrolle und Instandhaltung der Weideeinrichtung (Zaun, Tore, Unterstände etc.)
  • Vermarktung von Weidefleisch
  • regelmäßige Abstimmung mit der uNB und LPV
  • Beteiligung an Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Führungen auf der Weide)

Was wir erwarten:

  • abgeschlossene Berufsausbildung/ abgeschlossenenes Studium im landwirtschaftlichen Bereich
  • Erfahrung mit Beweidung und im Umgang mit großen Weidetieren (eine Beweidung mit Schafen und Ziegen ist nicht angedacht)
  • tägliche Kontrollen der Tiere und Weideeinrichtung vor Ort
  • Ausschließlich Haltung von Extensivrassen (z.B. Heckrinder, Dexterrinder, Konikpferde, Wasserbüffel)
  • Bereitschaft zur ganzjährigen Beweidung
  • Bereitschaft zur Weideschlachtung und Direktvermarktung von Weidefleisch
  • Identifikation mit den Werten des Naturschutzes

Wir bieten:

  • unentgeltiliche Pacht der Weideflächen
  • Weideeinrichtung (Zaun, Unterstände, Tränken etc.) wird von der uNB gestellt
  • langfristige Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung

Ihre aussagekräftige Bewerbung schicken Sie bitte bis zum 31.10.2022 mit folgenden Unterlagen:

  • Nachweis über Ausbildung
  • Betriebsdaten (Größe, Tierarten, seit wann etc.)
  • Vorstellung der Beweidung/Zusammenarbeit

per Email an Naturschutz@lra-ebe.de oder

per Post an Landratsamt Ebersberg - untere Naturschutzbehörde, z.Hd. Herrn Erl, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg

 

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Apfelsammlung 2022

Termine:        

10. September

24. September

08. Oktober

22. Oktober

Jeweils von 9:00 bis 13:00 Uhr

Bitte beachten Sie die neue Sammelstelle:

Martin Hutterer, Hüttelkofen 7, 85567 Bruck

 

  • Wir nehmen nur erntefrische Äpfel an, die aus dem Landkreis Ebersberg stammen und unseren Richtlinien (siehe Rückseite) entsprechen. Mit der Anlieferung wird deren Einhaltung von Ihnen bestätigt. Bitte ernten Sie die Äpfel zeitnah. Schimmelige und faulige Äpfel bitte unbedingt aussortieren (sie werden sonst nicht angenommen!). Das Obst darf nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln behandelt oder mit Klärschlamm gedüngt worden sein.
  • Die Äpfel werden vor Ort gewogen, sofern Sie sie in Säcken oder Körben anliefern. Bitte Säcke und Behälter nicht über 25 kg befüllen und keine luftdichten Plastiksäcke verwenden. Für große Mengen gibt es voraussichtlich die Möglichkeit die Fuhrwerkswaage in Alxing (von 9:00 bis 11:00 Uhr) zu benutzen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch dieses Jahr Ihre Äpfel bei uns anliefern würden. Sie bekommen einen Ankaufspreis von 20,- € je 100 kg Streuobst.

 

 

 

 

 

Streuobstpflanzung mit 90 % staatlichem Zuschuss

Im Rahmen des Streuobstpakts Bayern unterstützt der Freistaat Bayern die Neuanlage von extensiven Streuobstbeständen aus Apfel, Birne, Zwetschge, Quitte, Walnuss und übernimmt 90% der Kosten.

Damit soll ein wesentlicher Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt geleistet werden.

Die Förderung erfolgt über die Bayerische Landschaftspflege- und Naturpark-Richtlinie (LNPR). Der Landschaftspflegeverband Ebersberg e.V. (LPV) kann die Antragstellung dazu übernehmen. Er erstellt zusammen mit dem Eigentümer das Konzept für die Pflanzung, berät bei der Auswahl der Sorten, übernimmt die Abstimmung und die Antragstellung bei den Behörden, organisiert die Bestellung der Pflanzen, die Lieferung und die Pflanzarbeiten. Der Eigentümer muss nur 10% der Materialkosten tragen, den Rest finanziert der Landschaftspflegeverband (und freut sich über neue Mitglieder!).

Tipp: auch die Einsaat einer Blumenwiese unter den Streuobstbäumen wird aktuell mit 90% der Kosten bezuschusst!

Wir vom Landschaftspflegeverband Ebersberg e.V. beraten Sie hierzu gerne. Bitte lesen Sie zuerst die Förder-Voraussetzungen (siehe unten).

Ansprechpartner beim LPV:

Tina Feuerbacher: 08092 823-206, tina.feuerbacher@lra-ebe.de

Fabian Probul: 08092 823-595, fabian.probul@lra-ebe.de

 

 

Voraussetzungen für die Förderung von Streuobstpflanzungen:

  • Grundstück darf nicht eingezäunt sein
  • Pflanzung von Hochstämmen (Kronenansatz ab 1,8 m)
  • Hoher Anteil alter Sorten
  • Wiesennutzung unter den Bäumen (kein Acker)
  • Extensive Nutzung von Bäumen und Wiese, d.h. Verzicht auf synthet. Dünger und Pflanzenschutzmittel, max. 2-schürige Wiesennutzung
  • Keine gewerbliche Nutzung der Obstbäume
  • Pflanzung muss mind. 10 Jahre erhalten werden
  • Pflege übernimmt der Eigentümer.

 

 

Zuschuss für Erhalt bestehender Streuobstbestände über Vertragsnaturschutz- oder Kulturlandschaftsprogramm:

Vertragsnaturschutzprogramm (VNP):

  • Maßnahme W07 „Erhalt der Streuobstbäume“: Verzicht auf Beseitigung von stehenden Totholzbäumen oder absterbenden Bäumen.
  • Förderung von Streuobstwiesen, -weiden und -äckern.
  • Förderfähige Streuobstbäume sind Hochstämme von Kernobst, Steinobst oder Nussbäumen. Die Hochstammbäume erreichen ausgewachsen einen Kronendurchmesser von mindestens 3 m und haben eine Stammhöhe von mindestens 1,40 m.
  • Die Förderung ist begrenzt auf 100 Bäume pro Hektar.
  • Förderhöhe 12 Euro/Baum
  • Beratung durch die unteren Naturschutzbehörden an den Landratsämtern

 

Kulturlandschaftsprogramm (KULAP):

  • Maßnahme B57 „Streuobst
  • Beratung durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF)

 

Was ist eigentlich eine Streuobstwiese?

Als Streuobstwiesen bezeichnet man Obstbaumpflanzungen aus Hochstämmen, die so weit auseinander gepflanzt sind, dass die Bäume ihre natürliche Kronenform ausbilden können. Außer Äpfeln, Birnen, Zwetschgen und Quitten eignen sich bei uns auch Waldnussbäume für eine solche Pflanzung. Es gibt auch Streuobstweiden und –äcker, jedoch werden bei der Neupflanzung über LNPR derzeit nur Wiesen gefördert.

Kulturhistorische und naturschutzfachliche Bedeutung von Streuobst

Streuobstbestände gehören mit ca. 5.000 Tier- und Pflanzenarten zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Mit vielen seltenen und gefährdeten Arten sind sie Hotspots der Biodiversität. Mit über 2.000 Obstsorten hat der Streuobstanbau noch einen einzigartigen Schatz an genetischer, geschmacklicher und gesunder Vielfalt, den es zu erhalten gilt. Streuobstbestände bereichern das Landschaftsbild und sind wichtig für die Biodiversität sowie für das Kleinklima. Mit ihrer Attraktivität unterstützen sie die Naherholung und den naturnahen Tourismus. Daneben leistet der Streuobstanbau auch für die Eigenversorgung mit gesundem Obst und durch die Herstellung vielfältiger regionaler Streuobstprodukte bis heute einen wichtigen Beitrag zu gesunder, regionaler Ernährung, der nicht zu unterschätzen ist.

 

 

Streuobstbestände in Bayern

Der Streuobstanbau in Bayern ist eine über Jahrhunderte entstandene Form des Obstanbaus auf stark wachsenden, hochstämmigen Bäumen in weitem Pflanzabstand mit einer Unternutzung als Wiese, Weide, Garten oder Acker. In der letzten landesweiten Obstbaumzählung im Jahr 1965 wurden 20 Millionen Streuobstbäume erfasst. Seitdem gab es keine landesweite Erfassung mehr. Gemäß einer Schätzung beläuft sich der aktuelle Streuobstbestand in Bayern auf unter 6 Millionen Streuobstbäume. Das heißt, seit 1965 sind 70 % der Streuobstbestände in Bayern verschwunden. Waren früher – wo es das Klima zuließ – Streuobstbestände in ganz Bayern anzutreffen, wenn auch nicht überall in der freien Flur, so doch zumindest an den Siedlungsrändern, weisen heute ganze Landstriche in Südbayern keine nennenswerten Bestände mehr auf. Die Streuobstbestände sind somit akut gefährdet.

 

 

(Quelle: https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/naturschutzfoerderung/streuobstpakt/doc/streuobstpakt.pdf )

Weitere Infos zum Bayerischen Streuobstpakt unter: https://www.stmuv.bayern.de/themen/naturschutz/naturschutzfoerderung/streuobstpakt/index.htm